
Ab dem 1. Oktober 2025 stellt Microsoft keine Updates mehr für Windows 10 zur Verfügung. Wer das Betriebssystem weiterhin ohne kostenpflichtige Updates verwendet, setzt sich einem erheblichen Sicherheitsrisiko aus. Der Wechsel zu Windows 11 ist zwar grundsätzlich kostenlos, jedoch können technische und hardwareseitige Einschränkungen diesen Umstieg erschweren.
Nicht alle PCs, Laptops oder andere Geräte, die derzeit Windows 10 nutzen, erfüllen die Mindestanforderungen für Windows 11. Laut einer Analyse von Canalys könnte das Ende des Windows 10-Supports dazu führen, dass weltweit rund 240 Millionen Geräte ausgemustert werden müssen.
Doch was geschieht mit der veralteten Hardware? Wenn Unternehmen ihre Geräte entsorgen, müssen sie sicherstellen, dass alle darauf gespeicherten Daten ordnungsgemäß gelöscht sind. Eine einfache Löschung der Dateien oder ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen reicht nicht aus, da dabei nur das Inhaltsverzeichnis der Festplatte entfernt wird, während die Daten selbst weiterhin vorhanden sind.
Die Daten müssen also auf eine Weise gelöscht werden, die den Anforderungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entspricht, um den rechtlichen Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gerecht zu werden. Hierfür ist eine zertifizierte Software erforderlich, die die Daten sicher löscht, bevor Geräte weitergegeben oder recycelt werden können.
Darüber hinaus ist es ratsam, Festplatten zusätzlich nach DIN 66399 zu zerstören, um eine vollständige Datenvernichtung zu garantieren. Für Unternehmen bedeutet das, dass sie veraltete Hardware nicht einfach an Dritte weitergeben oder ins Recycling geben sollten, ohne die Daten vorher sicher zu löschen. Wer sicherstellen möchte, dass die Löschung und Zerstörung korrekt durchgeführt wird, sollte professionelle Dienstleister beauftragen, die diesen Anforderungen entsprechen und ein entsprechendes Zertifikat ausstellen.
Herzlichst,
Janine Haberland